Ausstellungen & Co.

Wenn ich Projekte abgeschlossen habe, dann macht mich das immer ein wenig traurig. Zumal von den meisten ‹Werken›, die ich etwa in Ausstellungen zeige, nach Abschluss der Schau in der Regel nur ein paar (oft eher schlechte als rechte) Fotos als Erinne-rung bleiben. Gleichzeit freue ich mich darauf, mit meinem gepackten Koffer, auch wenn nicht viel drin ist, bald an den Rand einer neuen Strasse zu tre-ten.

Auf dieser Seite stelle ich einige für mich wichtige Ausstellungs-, Per-formance-, Internet- und Videoprojekte kurz vor. Unternehmungen, mit denen ich fortlaufend beschäftigt bin wie Lemusa, Episoda, Mundstücke, Tischbilder, Haartourist oder Von Flasche zu Fla-sche spielen zwar auch auf dieser Seite da und dort eine Rolle, werden aber auf eigenen Seiten genauer präsentiert.

Karabé am Bodensee

Zum Abschluss des Performancetages in Arbon treten die Finger der Gäste auf der Bühne des Tischbilds auf.

Mai 2022 – Arbon, Kunsthalle: Aktion(s)raum – ein Tag(t)raum für Performatives
Am ersten Performancetag in der Kunsthalle Arbon stelle ich zwei Käfer aus dem Süden von Lemusa vor. Ich lese Texte, in denen die Karabé eine Rolle spielen, und serviere dazu passend eine kalte Suppe und Sau-cen mit einer typischen Gewürzmischung aus Askatas. PDF zum Projekt

Pipopée

Stumme Bitte: Eine Wand in der Galerie Noseland hängt voller Küchentextilien mit der Silhouette von Pipopée.

August bis September 2021 – Schöftland: Noseland Galerie
Im Königreich Noseland bei Schöftland weihe ich mit einer Reihe von Ritu-alen ein sesoulistisches Heiligtum ein, in dem Pipopée angesprochen wird. Diese sesoulistische Gottheit sorgt bei waghalsigen Küchenexperimenten für einen kuli-narisch günstigen Ausgang. PDF zum Projekt


Von Konsuln, Käfern und Göttern

In diesem Terrarium an der Socinstraße lassen sich sechs lemusiche Käfer entdecken. (Bild Serge Hasenböh-ler)

März bis April 2021 – Basel: Misteln
In der Villa Rena-ta in Basel führe ich in diversen Terrarien lemusische Käfer vor – und erzähle von den Abenteuern des Entomologen Ruben Schwarz. Im Keller der Hauses richte ich ein sesoulistisches Heiligtum ein und im Parterre betreibe ich ein Ho-norarkonsulat. PDF zum Projekt


«Im Abendroten Schaum der…»

Türe zur Zelle Nummer 6 des Willisauer Gefängnisses mit den an Ruben Schwarz gerichteten Postkar-ten.

Oktober bis November 2020 – Willisau: Eingefangen und ausge-stellt
In einer Zelle des Gefängnisses von Willisau zeige ich 24 Post-karten aus aller Welt, die an einen Koch namens Ruben gerichtet sind und davon erzählen, in welcher Umgebung und unter welchen Bedingungen die Schreiben-den ein Willisauer Ringli verköstigt haben. PDF zum Projekt | Publikation zum Projekt als PDF


Reise durch das Schwein

In der virtuellen Metzgerei kann man die ein-zelnen Innereien vom Schwein antippen, um Infos und Rezepte zu bekom-men.

Juni 2021 – Luzern: Kunst macht Schule
Ein Boucher aus Lemusa ist bei einem Metzger in Luzern zu Besuch. Gemeinsam wollen sie zeigen, welche kulinarischen Qualitäten die Innereien vom Schwein haben. Das Projekt muss ins Internet verschoben werden, immerhin hängt im Kunstmuseum der Stadt ein Bild. PDF zum Projekt | Heft Reise durch das Schwein | Video-Workshop Herz vom Schwein | Virtuelle Metzgerei


Reise durch das Schwein

Finissage im Kun-straum Eck am 18. Januar 2020, von der Straße aus gesehen. (Bild Sadhyo Nie-derberger)

November 2019 bis Januar 2020 – Aarau: Kunstraum Eck
Im Kunstraum Eck stelle ich jede Woche ein anderes Organ vom Schwein vor, das kulinarisch heute kaum noch zu Ehren kommt. Dazu pas-send erläutere ich Sprichwörter und Legenden aus Lemusa, in denen diese Stücke eine besondere Rolle spielen. PDF zum Projekt


Lemusisches Konsulat

Lemusa im Bioskop Balkan: Karte, Gewürze, ein sesoulistischer Hausaltar, die Flagge und ein Tisch mit Visa-Anträgen.

Oktober bis November 2019 – Belgrad: Staying here with you – mo-ving
Im Rahmen einer Ausstellung in Belgrad, die Künstler aus Ser-bien und der Schweiz zusammenbringt, stelle ich Visa für Lemusa aus. Außerdem präsentiere ich ein Tischbild für Belgrad und stelle das Konzept des Sesoulismus vor, der wichtigsten Religion der Insel. PDF zum Projekt


Tischbild

Für das Fenster inmitten der Welt isoliere ich zwölf Elemente des Wolkenhof-Tischbilds. (Bild Copa & Sordes)

September bis Dezember 2019 – Murrhardt: Ein Fenster inmitten der Welt
In einem Atelierfenster auf dem Wolkenhof über Murr-hardt präsentiere ich zwölf Elemente eines Tischbilds, die ich in der Umgebung gefunden habe – allesamt Viktualien, die ich mit einer persönlichen (oder einer lemusischen) Geschichte verbinde. PDF zum Projekt


Falterjagd am Fernsehen

Ich nehme mir vor, die Sendung wie eine Bühne zu bespielen, einige meiner Erzählungen zu inszenie-ren. (Bild SRF)

April 2019 – TV-Sendung: Männerküche
Im Rahmen einer Kochendung für das Familienprogramm des Schweizer Fernsehens versuche ich, etwas über meine Projekte, meine Arbeitsweise und meine kulinarischen Überzeugen zu erzählen – und finde in den Profis von SRF einfallsreiche und sorgfältige Partner. PDF mit Links zur Sendung | Sendung auf Vimeo


Tischbilder

Vernissage vom 5. Juni 2019: Emilie George bespricht das Erdbeer-Tischbild mit einem Erdbeer-Text von Jana Godet.

Februar bis September 2019 – Mulhouse: La Kunsthal-le
Für den kulinarischen Teil ihrer Vernissagen verpflichtet La Kunsthalle in Mulhouse jedes Jahr einen Künstlerin oder einen Künstler. In Zu-sammenarbeit mit der Association Épices realisiere ich 2019 vier Mal eine Serie von je vier bis acht Tischbildern. PDF Mulhouse Tischbilder | PDF Tischbil-der allgemein


Boutik Masaale

Aus dem Raum der lemusischen Seeungeheuer steigt man über eine Treppe zur Bou-tik Masaale hinauf.

Juli bis Oktober 2018 – Luzern: Ab auf die Insel!
Im Kunstmuseum Luzern steht auf mehr als kopfhohen Stelzen ein luftiges Häuschen – mein Beitrag zur Ausstellung Ab auf die Insel! Es handelt sich um eine Filiale der Boutik Masaale, einer Gewürzhandlung in Port-Louis, die gut 40 lemusische Gewürze vorstellt. PDF zum Projekt | Wackelig gefilmter Gang durch den Raum


Rio Aesthetic Marathon

Da zeigt sich Rio von seiner al-lerbesten Seite: Marathonläufer Nr. 43 (Robin Mallick) am Strand von Ipane-ma.

August 2016 – Rio de Janeiro: Jogos do Sul
Der Rio Aesthetic Marathon führt auf 46 Strecken, die integral mit einer Videokamera gefilmt werden, kreuz und quer durch die Stadt. Er entsteht zwischen April und August 2016 im Auftrag des ­Goethe Instituts für die Ausstellung Jogos do Sul («Spiele des Südens»). PDF zum Projekt | Webseite des Rio Aesthetic Marathon | Musikclip zum Marathon


Hosa-Pela

Ein Display für aromatische Erfindungen – die Hosa-Pela-Kisten von HOIO in der Ausstellung zum Kula-Ring in Weimar. Die Besucher sind eingeladen, die Gewürzdosen zu öffnen und mit der Nase zu erforschen. (6/2016)

Juni bis Juli 2016 – Weimar: Kula-Ring
In einer Aus-stellung des Goethe-Instituts, die sich dem Tauschsystem des Kula-Rings ­widmet, zeige ich ein Gestell mit 126 verschiedenen Gewürzen, die nach Ansicht der lemusischen Kochgilde zwei gegensätzlichen Temperamenten zugeordnet wer-den. PDF zum Projekt


Paul Gauguin auf Lemusa?

Im Schatten des alten Pavillons im Garten der Fondation Beyeler bereite ich am Sonntag, 7. Juni 2015 die Gewürzmischung Sourire zu. An einer mobilen Bar können die Gäste zwei verschiedene Dips mit der Mi-schung kosten oder sich mit einem lemusischen Eistee erfrischen. (Bild Fondati-on Beyeler / Mathias Mangold)

Juni 2015 – Riehen: Fondation Beyeler
Zum 167. Ge-burtstag von Paul Gauguin präsentiere ich im Garten der Riehener ­Fondation Beyeler die Gewürzmischung Sourire. Sie stammt aus dem lemusischen Dörfchen La Puiguignau, wo der Künstler vermutlich seine letzten Jahre verbrachte. PDF zum Projekt | Rezept der Gewürzmischung Sourire


Twasis 8: Switzerland

Während der Vernissage der Ausstellung am 13. September räuchere ich eine teuflische Gewürzmischung, die wenig später auch in der Form eines Dips auf dem Buffet erscheint. (Bild Haus für Kunst Altdorf, FX Brun)

September bis November 2014 – Altdorf: Aus der Tiefe rufe ich zu Dir
Im Haus für Kunst Uri stelle ich die Teufelsdiebe von Babat vor – eine Art Sekte, die ­heute in den verschiedensten Ländern der Welt ihre Anhänger hat. Im Zentrum der ­Präsentation steht ein Film, der mit einem Schweizer Teufelsdieb durch die Walliser Alpen steigt. PDF zum Projekt | Rezept der Gewürzmischung Twasis


44/33

Neben dem Eingang zur Cafeteria des Zürcher Triemli-Spitals steht ein blaues Häuschen. In dieser mobilen Boutik werden 15 verschie-dene Gewürze verkauft. Diese Spezien stammen von jenen Orten auf Lemusa, die auch im Spital vorgestellt werden – und die Döschen erzählen von ihrer Her-kunft.

Juni 2012 bis Januar 2013 – Zürich: Kunst Station Triem-li
Zwischen Juni 2012 und Januar 2013 taucht die Insel Lemusa im Zürcher Stadtspital Triemli auf. Das Projekt 44/33 macht 15 Insel-Orte mittels Bildern, Videos, Plakaten und kleinen Ausstellungen sichtbar. In der Cafeteria kann man lemusische Spezialitäten probieren. PDF zum Projekt


Reise nach Lemusa

Aufbruch zu einer großen Reise: Pa-pership Narina im Teich des Riehener Wenkenhofs.

Juni 2012 bis August 2014 – Netzprojekt
Im August 2014 nimmt der Fonds régional d’art contemporain (FRAC) Alsace den Anker des Papership Narina in seine Kunstsammlung auf – es ist das Ende einer Reise nach Lemusa, die im Juni 2012 ihren Anfang im Riehener Wenkenhof nimmt. PDF zum Projekt


Mission Kaki

Mit der Nase voran ins Abenteuer: Zwanzig Gewürzdosen als ‹Türen› zu den Episoden der Mission Kaki.

Februar bis April 2011 – Mulhouse: Salon de Lec-ture
Im Rahmen einer Ausstellung in Mulhouse, die sich narrativen Kunstformen widmet, umspiele ich die Nase der Besucher mit einem Set aus zwanzig lemusischen Gewürzen, die mit ebenso vielen Szenen im Agentenaben-teuer Mission Kaki verknüpft sind. PDF zum Projekt | Rezept der Gewürzmischung Mailla-Masala


World No 1

Die Installation in der Ausstellung Alienator – Le Retour im Centre Culture Français. (Bild Nika Spalin-ger)

September 2010 – Kinshasa: Alienator – Le Retour
Für eine Ausstellung in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa entwickele ich eine Gewürzmischung von globalem Format: World Nr. 1 vermischt Ingredienzien aus Asien, Afrika, Nord- und Südamerika, der Antarktis, Europa und Australien. PDF zum Projekt | Werbefilm C’est si bon


Mission Kaki

Viel Abenteuer und Schweiss in Strömen: Hier springt Hektor Maille aus einem Tempel in Angkor Watt (Episode 9).

November 2008 bis Dezember 2011 – Netzpro-jekt
Fast drei Jahre lang reise ich als Geheimagent aus Lemusa durch die Welt, dokumentiere meine Taten per Video und schreibe kurze Texte dazu, die sie interpretieren. Das Resultat ist das Internetprojekt Mission Kaki, das in zwanzig Episoden zu einem bitteren Ende kommt. PDF zum Projekt | Video Wan-derkaki | Mission Kaki Buch als PDF


Chariot

Der blaue Handwagen, lemusische Chariot, im Eingangsbe-reich des Crédac in Ivry-sur-Seine.

März bis Mai 2007 – Ivry-sur-Seine: Expériences insu-laires
Im Kontext einer Ausstellung, die sich dem Thema Insel-Erfahrungen widmet, präsentiere ich auf einem blauen Handwagen eine Reihe von kulinarischen Produkten aus Lemusa: Gewürze, Hülsenfrüchte, Reis, Zucker und Rum. PDF zum Projekt


It‘s Only Beluga

Die Tafel mit allen 26 Speisen – bereit für das Experiment.

März 2006 – Video
Im Rahmen eines Experiments las-se ich mir nacheinander 26 Teller mit einem ganzen Speise-ABC vorsetzen: von A wie Asparagus bis Z wie Zucchini. Ich nehme den Prozess auf Video auf und verbreite das kulinarische Alphabet in verschiedenen Kunsträumen. PDF zum Projekt | Video Its’s Only Belu-ga


A Journey to India

Gunvanthi Balaram (links) und Sa-muel Herzog in der Küche von Shakila Kundu in Hy-derabad.

Januar 2006 – Video
Als ich 2006 zum ersten Mal nach Indien fahre, filme ich mit meiner Videokamera sämtliche Speisen, die mir vor-gesetzt werden. Dabei entsteht ein Reigen von 38 bewegten Bildern, die auf eine ganz spezifische Weise einen Einblick in diese Reise geben. PDF zum Projekt | Video A Journey to India


Autorretratos

Der Ausstellungsraum im ersten Stock des MAMbA, rechts die Bühne der Autorretratos. (Bild Gian Paolo Minelli).

November 2003 bis Januar 2004 – Buenos Aires, Museo de Arte Moderno: Buenos días Buenos Aires
Auf zwei nahezu identischen identischen Bühnen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Musée historique in Port-Louis (Lemusa) und des Museo de Arte Moderno in Buenos Aires (Argentinien) eingeladen, kleine Szenen zu inszenieren und zu kommentieren. PDF zum Projekt


Steg

Blick auf den Steg, von Sü-den, vom Eingangsbereich des Genfer Kunsraums Attitudes aus.

Mai bis Juli 2003 – Genf: Truffes de Chine
Für die Gruppenausstellung Truffes de Chine baue ich einen mehrteiligen Steg in die Mitte des Genfer Kunstraums Attitudes und lade Gäste ein, sich für die Dauer eines Abends auf dieser Plattform mit lemusischen Spezialitäten verwöhnen zu lassen. PDF zum Projekt


Boutik

Front der Boutik im Genfer Kunstraum Attitudes.

Mai bis Juli 2002 – Genf: Attitudes
Für eine Gruppen-ausstellung im Genfer Kunstraum Attitudes konstruiere ich eine zerlegbare Bou-tik. Sie dient zugleich , die Informationszentrale für lemusische Kultur und als Verkaufsgeschäft für die von der Insel importierten Gewürze, Hülsenfrüchte und Rums. PDF zum Projekt