Lemusa

Die lemusische Urwachtel Kalepsi, seit 2016 nationales Symbol, im Jagdanflug auf einen Buffi.

Seit 2001 kreist meine künstlerische Arbeit zentral um die fiktive Insel Lemusa (ehemals Santa Lemusa), die am 21. Juni 2001 in Basel aus der Taufe gehoben wurde. An diesem Tag habe ich auch die Firma HOIO gegründet, die kulinarische Spezialitäten von Lemusa importiert (früher Reis, Hülsenfrüchte, Zucker und Rum, heute nur noch Gewürze). Der Name der Insel ist ein Anagramm aus meinem Vornamen Samuel. Der Name der Firma ist einerseits ein Gruß, den man sich auf der Insel gerne zuwirft, andererseits stellt er auch so etwas wie ein digitales Äquivalent zu mir dar und steht als Abkürzung oder Bild für Herzog 0 1 0.

Die Geschichte von Lemusa wird in Ausstellungen, Kochkursen, Vorträgen, Publikationen und auf dem Internet erzählt. Sie besteht aus Porträts von Orten und Menschen, aus Rezepten und Reportagen. Ein zentrales Element des Projekts sind die verschiedenen Gewürze, die in allen Regionen der Insel angebaut werden, wobei jede größere Gemeinde ihre eigene Spezialität produziert. Man kann diese Gewürze in kleinen Dosen kaufen, in seiner Küche aufstellen und verwenden. Bild, Landkarte und Text auf der Etiketten erzählen von dem Ort, der die jeweilige Spezialität produziert. Diese Gewürzdosen stellen eine Art Fenster dar, das aus der Realität der eigenen vier Wände in die Welt von Lemusa führt. Zu allen Gewürzen gibt es spezielle Kochrezepte, die Nase und Gaumen eine Vorstellung von den diversen Regionen der Insel vermitteln.

Die Informationen über Lemusa liegen heute vor allem in der Form von PDFs vor, die sich punktgenau über ein Verzeichnis anpeilen lassen. Alternativ kann man dieselben Dokumente ebenso über eine Karte der Insel ansteuern, wobei die Links hier jeweils zum PDF-Heft der ganzen Gegend führen, das auch Rezepte, Gewürzkunden und so fort enthält. Bewegt man den Mauszeiger über die Karte, verändern sich die Farben der Hotspots je nach Region, in der man sich gerade befindet.