Alpenaustern im Münstertal

Am Samstag, 23. September 2023 stelle ich im Münstertal mein kürzlich entstandenes Buch Alpenaustern schlürft man nicht vor. In dieser kleinen Textsammlung schildere ich die Entdeckungen und Erlebnisse in Graubünden, zu denen mich 16 Postkarten aus dem Jahr 1966 geführt haben. Der Anlass wird von dem Journalisten und Verleger Matthias Balzer kuratiert. Im Onlinemagazin Frida, das er wesentlich mitverantwortet, sind die ersten Texte dieser Reihe erschienen und die Edition Frida hat das Buch herausgegeben.

Die Veranstaltung beginnt um 15.30 in der Muglin Mall in Santa Maria mit einem Tischbild und kurzen Inputs über die Mühle und den Getreideanbau im Val Müstair. Es folgt ein gemeinsamer Spaziergang nach Müstair mit Einblicken in die Kulturlandschaft und einer Performance von Pascal Lampert. Um 18.30 Uhr wird im Hotel Chalavaina in Müstair ein Apéro serviert und um 19.00 starten Lesung und Diskussion.

Samstag, 23. September 2023

15.30
Muglin Mall
Santa Maria in Val Müstair

18.30
Hotel Chalavaina
Müstair

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Alpenaustern in Zürich

Am Mittwoch, 20. September 2023 stelle ich um 19.00 Uhr im Mühlerama in Zürich mein kürzlich entstandenes Buch Alpenaustern schlürft man nicht vor. In dieser kleinen Textsammlung schildere ich die Entdeckungen und Erlebnisse in Graubünden, zu denen mich 16 Postkarten aus dem Jahr 1966 geführt haben. Der Abend wird von dem Journalisten und Verleger Matthias Balzer kuratiert. Im Onlinemagazin Frida, das er wesentlich mitverantwortet, sind die ersten Texte dieser Reihe erschienen und die Edition Frida hat das Buch herausgegeben. Zum Abschluss des Abends serviert das Mühlerama einen herkulischen Aperitif in Gestalt eines Tischbildes.

Mittwoch, 20. September 2023
19.00–21.00 Uhr
Mühlerama
Seefeld­strasse 231
8008 Zürich

PS: Bereits am Donnerstag, 14. September 2023 um 20.15 wird das Buch im Cinema Sil Plaz in Ilanz/Glion vorgestellt. Auch diesen Abend gestalte ich gemeinsam mit Matthias Balzer.

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Vollmond unterm Horn

Am 9. September 2022 um 18.30 Uhr bin ich mit Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen (Edizioni Periferia) zu Gast im Nidwaldner Museum in Stans (Winkelriedhaus, Engelbergstrasse 54), quasi zu Füssen des Stanser Horns. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Sommer im Museum werde ich mein Projekt erklären und dann zwei bis drei Episoden aus dem Buch lesen. Mit mir tritt der Kontrabassist Christian Hartmann (Webseite) auf.

Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen ist Teil des Kulturprojekts Innereien der Albert Koechlin Stiftung (vergangene Veranstaltungen).

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Blick vom Jochpass in Richtung Pilatus und Stanser Horn.

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Vollmond bei Apple

Am 16. Juni 2022 um 18 Uhr bin ich mit Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen (Edizioni Periferia) zu Gast im Haus für Kunst Uri in Altdorf, «that is where they like to shoot on apples», wie kürzlich in der Bahn mein Sitznachbar (er kam wohl aus den USA) seiner Frau erklärte. Im Rahmen der Ausstellung Unsichtbar, die Werke des Fotografen Daniel Comte mit Malereien von Pascal Danz in einen Dialog bringt, werde ich mein Projekt erklären und dann drei Episoden aus dem Buch lesen. Im Anschluss an diesen kurzen Gang durchs geschriebene Gelände werde ich zeigen, wie man Lammhoden küchenfertig macht. Und dann werden wir, so das Wetter will, die feinen Stücke im Garten auf dem Grill zubereiten.

Am Samstag, 18. Juni ab 18 Uhr kocht die Vereinigung für kulinarische und geistige Nahrung im Restaurant Engel in Rodersdorf drei Rezepte aus meinem Buch: Tatar vom Rinderherz, Erbsensuppe mit Sauschwänzli und Kalbskopf Wilhelm Tell. Beim Apéro stelle ich mein Projekt vor und lese dann zu den einzelnen Gängen jeweils die entsprechende Episode vor (PDF zum Anlass).

Und am Sonntag, 19. Juni ab 18.00 bin ich zu Gast bei Antonia Röllin auf dem Areal Nova in Brunnen, wo die Abschlussausstellung des Master Kunst Luzern stattfindet (PDF mit dem ganzen Programm). Im Rahmen eines Workshops zeige ich, wie man aus Kutteln vom Rind einen erfrischenden Sommersalat herstellt. Während ich dann das entsprechende Kapitel aus meinem Buch vorlese, kann die Leckerei mit einem Glas Wein verkostet werden.

Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen ist Teil des Kulturprojekts Innereien der Albert Koechlin Stiftung (weitere Veranstaltungen).

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Das Haus für Kunst Uri in Altdorf bekommt Besuch.

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Vollmond bei Bruder Klaus

Am 1. Juni 2022 um 19 Uhr bin ich mit Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen (Edizioni Periferia) zu Gast im Museum Bruder Klaus in Sachseln. Im Rahmen der Ausstellung Hungerkünste, in der es um verschiedene Formen des Fastens geht, werde ich kurz mein Projekt erklären und dann drei Episoden aus dem Buch lesen. Im Anschluss an diese kurze Wanderung durchs Buch werde ich zeigen, wie ein Schweinemagen aussieht und wie man in der Küche damit umgehen muss. Alsdann haben Gäste die Möglichkeit, Chloisis zu kosten, ein Gericht, das auf S. 102 meines Buches folgendermaßen eingeführt wird:

Nach einem «Besuch bei Bruder Klaus» (vermutlich in der Kirche St. Niklausen), über den Tartarieu Seugrem nicht viel zu berichten weiß, kehren er und Toni Ming in Sachseln bei einer privaten Köchin ein und essen Chloisis [sic!], «ein Gericht von stupender Einfachheit: Schweinemagen, Karotten, Zwiebeln und Bier. Die Süße der weichen Karotten, die gelatinöse Lieblichkeit des Magens, ein Schuss Pfeffer zum Schluss – kel kobinne [was für eine Kombination]! Man kann den kulinarischen Verstand nicht genug loben, der solches hervorgebracht hat.» Ich habe zwar nirgends ein Rezept für Chloisis gefunden, Seugrems Beschreibung aber hat mir die Rekonstruktion recht einfach gemacht. Das Resultat verströmt einen feinen, fast milchigen Duft und ist auf intrigante Weise würzig.

Anmeldung empfohlen (beschränkte Platzzahl) per Mail an info@museumbruderklaus.ch oder per Telefon auf +41 41 660 55 83.

Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen ist Teil des Kulturprojekts Innereien der Albert Koechlin Stiftung (weitere Vernastaltungen).

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Das Plakat zur Ausstellung Hungerkünste, bereichert um zwei Mägen vom Schwein aus einer Fotografie von Anne Bigord: Estomac de porc, 2016.

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Vollmond in Japan

Am 18. Mai 2022 um 18 Uhr habe ich das Vergnügen, mein neues Buch im Kunsthaus Zug vorzustellen: Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen (Edizioni Periferia). Der Anlass findet am Ufer der wunderschönen Ausstellung Alles und Nichts statt, in der es um die wechselvollen Beziehungen zwischen Japan und der westlichen Moderne geht. Ich werde kurz mein Projekt erklären und dann drei Episoden aus dem Buch lesen.

Ganz im fleischlichen Geiste meines Vorhabens und passend zum Rahmen des Anlasses werde ich im Anschluss an die Lesung Sashimi und Nigiri mit rohem Rinderherz sowie Temaki mit Herztartar servieren – auf exquisitestem Wegwerfgeschirr aus Japan.

Anmeldung erwünscht per Mail an info@kunsthauszug.ch oder per Telefon auf +41 41 551 01 35.

Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen ist Teil des Kulturprojekts Innereien der Albert Koechlin Stiftung (weitere Vernastaltungen).

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Thematisch leicht bereicherter Ausschnitt aus dem Plakat zur Ausstellung Alles und Nichts, basierend auf einem Holzschnitt von Utagawa Hiroshige: Der Kiefernwald von Miho in der Provinz Suruga, 1858.

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Karabé am Bodensee

Unter dem Titel Aktion(s)raum ‒ ein Tag(t)raum für Performatives führt die
Kunsthalle Arbon am Samstag, 7. Mai 2022 ab 13 Uhr ihren ersten Performancetag durch – mit Beiträgen von Schmalz-Gombas, Rahel Kraft, Merge Dance Collective, Frank und Patrik Riklin, Christoph Rütimann, Karoline Schreiber und Martina-Sofie Wildberger. In dieser feinen, von Deborah Keller kuratierten Gesellschaft stelle ich zwei Coleoptera aus dem Süden von Lemusa vor, die in Karabé eine Rolle spielen, dem 2021 erschienen Buch über die Abenteuer des Käfersammlers Ruben Schwarz: Waschkiri (Sinuber cachinnans) und Lischwoz (Erastis steothynchos). Ich lese um 14.30 und um 17.30 ein paar Texte aus der kleinen Publikation und serviere dazu passend zusammen mit dem Team der Kunsthalle erst Sopros, eine würzige Kaltschale aus Castebar, dann ein Tischbild mit Saucen auf Basis von Waschkiri, einer reichhaltigen Gewürzmischung aus Askatas.

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Bei Vollmond …

Im Sommer 1884 wandert Tartarieu Seugrem (1818–1906), Metzgermeister von der fiktiven Insel Lemusa, ­mehrere Wochen lang kreuz und quer durch die Innerschweiz und notiert seine Erlebnisse. 140 Jahre ­später begebe ich mich auf die Suche nach Spuren Seugrems und staune, wie oft ich dabei tierischen Organen begegne. Seugrems Notizen und meine Beobachtungen führe ich dann in einem Buch zusammen, das im April 2022 bei den Edizioni Periferia erscheint:

Bei Vollmond ist das ganze Dorf auf den Beinen
Texte: Tartarieu Seugrem, Samuel Herzog
Gestaltung: Textwerft und Thea Sautter, Zürich
12 × 18 cm, 140 Seiten
Luzern: Edizioni Periferia, 2022
ISBN 978-3-907205-30-3
EUR 14.00 / CHF 15.00
Produziert im Rahmen des Kulturprojekts
Innereien der Albert Koechlin Stiftung

Die Reise führt in 18 Texten von unterwegs, 18 ­Rezepten, 18 Legenden und 18 Zeichnungen durch 18 ­Landschaften der Zentralschweiz und durch das Innerste von ­8 verschiedenen Schlachttieren – vom Zwerchfell zum Hirn, vom Herz zu den Hoden, vom Magen zum Euter.

Am Samstag, 30. April 2022 ab 14 Uhr stelle ich Bei Vollmond … in den Räumlichkeiten der Galleria Edizioni Periferia an der Unterlachenstrasse 12 in Luzern (auf Karte anzeigen) vor. Ich spreche über das Projekt, lese einzelne Texte und bereite zusammen mit dem Verleger Gianni Paravicini in einer offenen Küche drei Innereien nach Rezepten aus dem Buch zu: Schweinemagen, Kaninchenleber und Rinderherz. Zugleich findet die Vernissage der Publikation Nagelfluh von Andi Riser statt.

Sie können ein Kapitel der Buches hier herunterladen oder die ganze Publikation über die Seite des Verlages bestellen.

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Karabé – Käfer aus Lemusa in Luzern

So werden Leserinnen und Leser ihr Buch nie zu sehen bekommen, denn der orginale Umschlag der Publikation (basierend auf einer Zeichnung von Hana Bosk) wurde vor Auslieferung in die Schweiz verunstaltet, ausgerechnet von der Direction de la recherche scientifique en matière de coléoptères et du patrimoine des karabés.

Acht Wochen lang jagt der Schweizer Entomologe Ruben Schwarz auf der Insel Lemusa seltenen Käfern nach, die er einem obskuren Unternehmer und Sammler versprochen hat. Er begegnet außerordentlichen Karabés wie dem Koaschi, dem Bùmbiù oder der Asinelle, durchfährt aber auch berückend schöne und oft geheimnisvolle Landschaften der Insel. Er gerät in manch peinliche Lage, wird von echten Hunden und falschen Stieren verfolgt, erlebt Unerklärliches und Unheimliches, trifft auf raffinierte Trickbetrüger, wilde Mütter, esoterische Cellisten und – möglicherweise – sich selbst. Die 16 Abenteuer des Käfersammlers und dazu Porträts seiner Fundstücke liegen nun in Form eines kleinen Buches mit dem Titel Karabé vor, das im Basler Verlag Existenz und Produkt erschienen ist. Erstmals vorgestellt wird das Buch am Mittwoch, 22. September 2021 in Luzern, aus Anlass einer Veranstaltung mit dem Titel Seitensprünge: Eintagsfliegen?, die Alexandra Blättler vom Kunstmuseum und Marco Bernasconi vom Naturmuseum gemeinsam organisieren. Eintagsfliegen? beginnt um 18 Uhr im Kunstmuseum und wird ab etwa 19 Uhr im Naturmuseum fortgesetzt, wo ich einige der Abenteur von Ruben Schwarz vorlesen werde.

Karabé ist das erste Produkt des Verlags Existenz und Produkt, der im Frühling 2021 von vier Künstlerinnen und Grafikerinnen in Basel gegründet wurde. Bei der Realisierung seines ersten Buches wollte der Verlag alles richtig machen und ließ deswegen in Lemusa drucken. Doch bevor das kleine Werk in die Schweiz geliefert werden konnte, schaltete sich, alarmiert durch eine übereifrige Zollbeamtin, die Direction de la recherche scientifique en matière de coléoptères et du patrimoine des karabés ein, eine Abteilung Ministère de l’éducation et de la recherche. Die Behörden verboten daraufhin die Ausfuhr des Buches, nicht wegen abschätziger Bemerkungen zur Diktatur im Lande, wie man annehmen könnte, sondern wegen falscher Angaben zu Natur und Eigenheit zweier Käfer, die in dem Buch vorgestellt werden: Mémilselle (Iameratus fragrans, S. 86) und Obliton (Nuncameratus foetens, S. 89). Auf Wegen, die hier nicht erklärt werden sollen, konnte der Verlag dennoch durchsetzen, dass die Bücher in die Schweiz geliefert wurden. Die Behörden hatten sie allerdings bereits mit einem wüsten Sticker verunstaltet, ihnen die Titelseite, das Gesicht geraubt. Die Verlegerinnen ließen sich jedoch nicht unterkriegen und produzierten flugs eine Hülle, mit der das Buch nun doch verkauft werden kann. Festjimes la priak! («Feiern wir die Freiheit!»)

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Der König des Langen Pfeffers

Reks Kisak, der König eines legendären Waldreiches in der Gegend von Quisville im Süden der fiktiven Insel Lemusa, kontrollierte auch die Verteilung des Langen Pfeffers, der in Quisakia angebaut wurde. Er verteilte das Gewürz stets persönlich an seine Untertanen und tat, als handle es sich dabei um Stücke seines Leibs. In einem Gewand, an dessen Vorderseite ein mächtiger, prall mit Pfeffer gefüllter Beutel angebracht war, begab er sich an bestimmten Tagen unters Volk. Im Verlauf einer Zeremonie griff er mit beiden Händen Pfeffer ‹aus seinem Bauch› und verteilte ihn an seine Untertanen – bis der Beutel leer war.

Im Rahmen der 20. Ausgabe des Performancefestivals Giswil, das am 12. September von 12.00–21.30 Uhr eine vielstimmig jubelnde Girlande von Performances in die Turbinenhalle von Giswil hängt, werde ich in die Rolle von König Kisak schlüpfen und hundert Döschen mit Langem Pfeffer ‹aus meinem Bauch heraus› an Künstlerinnen und Künstler, Besucherinnen und Besucher verteilen.

Und hier noch eine freudige Nachricht für Köchinnen und Köche: Die sesoulistische Gottheit Pipopée, die im Frühsommer aus nicht restlos geklärten Gründen für einige Wochen in Schmollstarre verfiel, kann nun wieder weltweit angerufen werden, wenn in der Küche ein Debakel droht. Bruno Schlatter hat die Ereignisse rund um das Pipopée-Ritual, das am 15. August 2021 in Noseland stattfand, zu einem vierminütigen Videodoclip zusammengeschnitten. Von ihm stammt auch ein blitzkurzer Film, der die Landung der lemusischen Luftrachtflotte auf Noseland zeigt.

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